
Gerade habe ich einen Artikel über den Blackberry Messenger gelesen. Dabei muss ich mit Verwunderung sagen, dass die wenigsten Leuten über diese einfach und gute Anwendung bescheid wissen und welche Potenziale in Form von Zeitersparnis in Ihr stecken. Das trifft insbesondere auf Manager und anderen hohe Leute in diversen Frimen zu. SELTSAM?
Ich bin mir sicher, früher oder später wird RIM weitere soziale Anwendungen, wie zB. Facebook, in den Blackberry intregireren. In Augenblick ist der Blackberry Messenger die erste Wahl, wenn es darum geht Kontakt zu halten.
Einführung: Der Blackberry Messenger
Stell Dir eine Web Konferenz vor. Du selbst bist in Sydney. Dein Kunde sitzt in London und Dein Präsentator, der gerade in Los Angeles sitzt stellt ein neues Produkt vor. Genau in diesem Moment möchstest Du Deinem Präsentator etwas wichtiges mitteilen.
Du öffnest Deinen Blackberry und schreibst: “Todd, der Kunde ist jetzt zufrieden mit dem Produkt. Gehe weiter zum Preismodell.” Nachricht gesended und Sekunden später kommt ein “okay” zurück. Der Kunde hat von dem nichts mitbekommen und Du selbst hast einen Vorteil aus der Sache gezogen.
Oder Du sitzt gerade in der Mitte eines kilometerlangen Staus. Geplant ist ein größeres Familientreffen mit allen Verwandten. Du weisst nicht wen Du am besten anrufen solltes, also sendest Du an Alle: “Ich sitze im Stau, es kann etwas später werden.” Deine Schwester antwortet, “Willkommen im Club, wir auch.” Dein Onkel schreibt zurück: “Kein Problem. Wir sind hier im Restaurant und trinken schon mal ein kühles Bierchen.”
Pin und Ping
Klingt ähnlich, ist aber nicht das Gleiche. Zunächst wird ein PIN gebraucht, der den Blackberry indentifiziert um den Blackberry Messenger zu verwenden. Damit können PIN-zu-PIN Nachrichten verschickt werden. Ping lässt den Blackberry des Empfängers vibrieren, wenn er Deine Nachricht erhält. Du könntest sagen, “Gib mir Deinen PIN und ich Ping Dich um 3Uhr.”
Der Blackberry Messenger ist eine einfach Möglichkeit Nachrichten an einzelne oder viele andere Personen zu verschicken. Einzig und allein muss man den PIN der Zielperson wissen. Nachrichten an ganze Gruppen von Personen sind möglich. Auch können Dateien verschickt werden und der Nachrichtenstatus eingesehen werden. Und schlussendlich ist der Spass auch noch kostenlos.
Welche Features hat der BlackBerry Messenger? Wie funktioniert das Nachrichten verschicken mit dem Blackberry genau? Und welche Vor und Nachteile hat dieser Nachrichtendienst? Im folgenden sollen diese Fragen beantwortet werden.
Vorteile und Nachteile
Der Blackberry Messenger ist definitv ein wertvolle Komponente, wenn man Nachrichten mit anderen Blackberry Nutzern austauschen möchte.
* Kommunizieren mit mehreren Personen, die sich an unterschiedlichen Orten aufhalten, oder mehrere gleichzeitige Einzelgespräche.
* Gruppenchat.
* Senden und erhalten von beliebig vielen Nachrichten weltweit ohne per-Nachricht-Gebühr.
* Viele Nachrichten ohne den Email Inbox zu verstopfen.
* Es ist sichtbar, wer gerade online ist.
* Der eigen Status, verfügbar oder beschäftigt, ist für andere sichtbar.
* Kontakte verwalten entspricht dem eines Instant Messaging Programms am PC
* Andere Programme, auch Email, können weiterhin genutzt werden, während der Blackberry Messenger läuft.
* Lade andere ein Deiner Buddy Liste beizutreten und chatte ohne einen extra Account anzumelden.
* Ein eigener Ton kann verwendet werden wenn eine neue Nachricht eintrifft.
[Quellen: BlackBerry Connection, BlackBerry Messenger Handbuch und CrackBerry]
Eines der Nachteile dieses Kurznachrichtenprogramms ist, dass nur Nachrichten mit jenen Personen ausgetauscht werden können, derren 8 Stelligen PIN man kennt. Dieser PIN ist einzigartig für jeden Benutzer und besteht aus Ziffern und Buchstaben.
Der größte Nachteil jedoch ist, dass man ausschließlich mit anderen Blackberry Chat Klienten Mitteilungen austauschen kann. Eingeführt Anfang 2006 als ein Teil des BlackBerry Enterprise Server 4.1, ist BlackBerry Messenger nicht kompatibel mit anderen populären Instant Message Programmen, da er nach einem anderen Konzept arbeitet.
Bei den meisten Instant Nachrichtendiensten lädt man ein Programm aus dem Internet, dass dann auf dem eigenen Mobiltelefon oder PC installiert wird und dort dann zum Nachrichtenaustausch bereitsteht. Der Client verbindet sich mit dem Server des Anbieters, meist unter Verwendung eines proprietären Protokolls. Sobald man sich eingeloggt hat, wird dem Server die eigenen IP Adresse mitgeteilt und schon kann man loslegen.
Der Server teilt Freunden und anderen Kontakten mit, dass man nun online ist, gleichzeitig erhält man selber den Status aller seiner eigenen Kontakte. Nebenbei teilt der Server den anderen Kontakten die eigene IP Adresse mit und man erhält die IP Adressen der Anderen. Jede Kommunikation danach läuft danach direkt von Client zu Client.
Bei Blackberry jedoch nimmt der Server eine Rolle ein, die mit dem Senden und Empfangen von Emails vergleichbar ist. Die gesammte Kommunikation geht über die RIM Sever, der Client ist ständig in Kontakt mit dem Server. Das wiederum bedeutet, man braucht einen Vertrag der Internetnutzung auf dem Blackberry einschliesst. [Quelle: Crackberry].
Werfen wir einen Blick auf die Dinge, die sonst noch nötig sind um zu starten. Und natürlich sollten wir noch die Basisfunktionalitäten betrachten.
Auf gehts mit dem Blackberry Messenger
Beim Blackberry Messenger sind nur relativ wenig Einstellung selbst zu tätigen, insbesondere da er auf neuen Modellen bereits vorinstalliert ist. Sollte der Blackberry Messenger noch nicht installiert sein, da das Gerät zu alt ist, so wird ein Download fällig. Unabhängig davon, hier sind die Anforderungen:
* Ein Java basierter BlackBerry (quasi Alle Blackberries haben das)
* Ein Datentarif mit dem Nachrichten über den RIM Server geschickt werden können.
* Ein eigener PIN, kann man selber herausfinden über Optionen -> Status -> PIN
* Blackberry Messenger Software — wenn sie nicht bereits vorinstalliert ist kann man sie auf http://www.blackberry.com/messenger downloaden. Wenn geplant ist den Messenger über den PC zu installieren ist zumindest die Blackberry Device Software 3.6 oder besser nötig. Eine direkte Installation vom Blackberry benötigt die Device Software 3.7 oder besser und mindestens 16 MB Flash Speicher.
Sobald die Software installiert ist, kann man loslegen. Bei der ersten Benutzung wird man gefragt, unter welchen Namen man Nachrichten versenden möchte, aussderdem kann man ein Passwort festlegen. Sobald das einmal getan ist, wird man immer in das Netzwerk eingeloggt, wenn eine Verbindung zum RIM Server aufgebaut werden kann. Danach muss man nur noch anderen Kontakte bekommen um mit diesen Nachrichten auszutauschen.
Kontakte hinzufügen
Auf der Kontakt Liste ist jeder einzelne Kontakt sichtbar. Ausserdem kann man dort Gruppen erstellen und ansehen. Bevor man jemanden Nachrichten schreiben kann muss man Ihn zur Kontaktliste hinzufügen. Dazu sendet man eine Einladung, die von der anderen Person bestätigt werden muss. Bereits existierende Kontakte aus dem eigenen Adressbuch kann man folgendermaßen kontaktieren:
1. Das Blackberry Messenger Menü öffnen.
2. “Kontakt hinzufügen” auswählen, woraufhin das Adressbuch geöffnet wird.
3. Auf den gewünschten Kontakt klicken und eine Anforderung schicken.
Kontakte mit denen man Mitteilungen austauschen möchte, müssen im Adressbuch sein. Sind sie das nicht, müssen sie hinzugefügt werden. So sendet man diesen Kontakten Einladungen:
1. Der BlackBerry Messenger wird geöffnet und das Trackwheel benutzt um zur Kontakt Liste zu gehen.
2. Ein Klick auf “Kontakt Hinzufügen” um zum Adressbuch zu gelangen.
3. Auf der Liste ganz nach oben scrollen und “Einmalig benutzen” markieren.
4. Klick auf “Anforderung per Email oder PIN.”
5. E-mail Adresse oder PIN eingeben und “Enter” drücken.
6. Eine Nachricht hinzufügen und zweimal “Ok” drücken.
Akzeptiert ein Kontakt eine Einladung wird er der eigenen Kontaktliste automatisch hinzugefügt. Einladungen anderer Nutzer erscheinen auf der Kontaktliste. Um eine Einladung zu akzeptieren wird sie mit dem Trackwheel markiert, dann wird auf “öffnen” geklickt und schliesslich auf “Akzeptieren”. Um eine Einladung abzulehnen nutzt man den gleichen Prozess, aber man klickt auf “Ablehnen anstatt auf “Akzeptieren”.
Nachrichten senden und erhalten.
Um eine Nachricht zu verschicken markiert man einen Kontakt und klickt auf “Nachricht senden”.
Um einem bestehenden Chat beizutreten klickt man auf “Laufende Konversationen” und tritt dann einer dieser bei.
Um eine Konferenz zu starten oder weitere Nutzer einer Konferenz hinzuzufügen klickt man im Laufe der Konversation das Trackwheel und markiert andere Nutzer und fügt diese schliesslich dern Konversation hinzu.
Ein einfacher Klick auf “Konversation beenden” trennt einen von einem laufenden Nachrichtenaustausch.
Sobald die Grundlagen sitzen kann man sich die fortgeschrittenen Funktionen des Blackberry Messenger ansehen, wie zB. Kontakte zu verwalten, Gruppen zu erstellen und den eigenen Status zu setzen. Sehen wir uns im Folgenden die Funktionen an, die den Nachrichtenaustausch einfach und unkompliziert machen.
BlackBerry Messenger Funktionen
Mit dem Blackberry Messenger kann man einfach den eigenen Verfügbarkeitsstatus anzeigen und anderen Leuten einen “Ping” senden.
Für BlackBerry Nutzer ist es wahrscheinlich sehr einfach mit diesem Nachrichtenprogramm umzugehen.
Kontakte verwalten
Möglicherweise will man die Details eines Kontakts sehen. Man muss nur zur Kontakt Liste gehen, einen Kontakt auswählen und ein kurzer Klick “Kontakt Info” bringt die gewünschten Informationen auf den Bildschirm.
Möglicherweise soll ein einzelner Kontakt gelöscht werden. Dazu wird die Kontakt Liste geöffnet, der unerwünschte Kontakt markiert ein Klick auf “Kontakt Löschen” und dann noch mal auf “Löschen” und schon ist wieder Platz in der Liste.
Auch lassen sich Kontakte zu Gruppen zusammenfassen. Einmal geschehen, kann man eine größere Menge von Nutzern gleichzeitig bearbeiten.
* Um eine Gruppe zur Kontaktliste hinzuzufügen klickt man auf “Gruppe erstellen”, danach auf “Ok”.
* Um einen Kontakt von einer Gruppe zu einer anderen zu bewegen wird der fragliche Kontakt markiert und auf “verschieben” geklickt.
* Um eine Gruppe zu löschen wird die Gruppe markiert und dann auf “Gruppe löschen” geklickt. Ein weiterer Klick auf “Löschen” und die Gruppe ist weg. (Hinweis: Die standard Gruppen können nicht gelöscht werden.)
Verfügbarkeits Status
Jeder Zeit kann der eigene Verfügbarkeitsstatus festgelegt werden. Wenn man Zeit hat zum chatten, wird “Verfügbar” eingestellt, ansonsten “Nicht Verfügbar”. Manchmal wir der eigene Status auch automatisch vom Blackberry festgelegt. Wird nicht auf eine Nachricht geantwortet, die in den letzten 2 Minuten eingetroffen ist, oder man ist mit einer anderen Sache auf dem Blackberry beschäftigt, so wird man automatisch auf “Nicht verfügbar” gestellt. Ein unerreichbar Zeichen bekommt man, wenn man gerade am Telefonieren ist, oder sich in einem Bereich ohne Netz befindet.
Der eigene Status kann auch manuell eingestellt werden und eine Nachricht hinterlassen werden. Um den Status zu setzen geht man in die Kontakt Liste und wählt “Verfügbar” oder “Nicht verfügbar”. Im Falle von “Nicht verfügbar” kann eingestellt werden, welche Nachricht anderen Benutzern angezeigt werden soll, wenn diese einem eine Nacchricht schicken wollen. Wird “Nicht verfügbar” gewählt, so erhält man selbst keinen Hinweis, dass es eine neue Nachricht gibt.
Benachrichtigungen und Pings
Benachrichtigungen können genutzt werden, damit ein Hinweis gegeben wird, dass eine neue Nachricht eingetroffen ist. Im Blackberry Messenger Profil kann eingestellt werden, ob ein Ton abgespielt werden soll oder ein Vibrationsalarm ausgelöst werden soll. Dazu wird zunächst die Profil Liste geöffnet, ein Profil ausgewählt und schließlich “Editieren” gewählt. Dort lassen sich gewünschte Optionen frei einstellen. Zuletzt wird auf “Speichern” geklickt.
Es ist weiter möglich jemanden ein “Ping” zu senden, der den Blackberry des Empfängers vibrieren lässt. Dass kann nützlich sein, wenn der Empfänger auf Nachrichten nicht reagiert. Der Menüeintrag “Ping Kontakt” ist dafür zuständig. Manchmal sind Pings aber recht nervig, daher ist es ebenfalls möglich die “Ping” Funktion auf dem eigenen Blackberry komplet auszuschalten. Während man sich in der Kontaktliste befindet wählt man “Optionen” und dann wählt man den Eintrag “Vibration deaktivieren wenn ein Ping eintrifft”.
Weitere Funktionen
Hier ein paar weitere Funktionen die man verwenden kann:
* Wird die SYM Taste 2 mal betätigt, sieht man eine Auswahl Emoticons, die man in eigenen Nachrichten verwenden kann.
* “Kalender einsehen” gewährt Zugriff auf diesen, ohne den BlackBerry Messenger zu verlassen.
* “Verlauf kopieren” speichert die vergangene Konversation. Ist eine Konversation einmal geschlossen, so kann sie nicht mehr gespeichert werden.
Der Blackberry Messenger bietet eine ganze Reihe von kleinen witzigen aber auch höchst nützlichen Funktionen. Es liegt am Benutzer selbst diese alle auszuprobieren.
Hey Blackberry Gang…Danke fürs lesen dieses doch recht langen Artikels. Ich wünsche Euch viel Spass mit dem Blackberry Messenger.
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