Braucht der BlackBerry wirklich BBM Music?

Von Hendrik | August 29th, 2011 | 4 Kommentare »


Vor wenigen Tagen hat RIM den neuen Dienst BBM Music veröffentlicht, zunächst aber nur als geschlossene Betaversion. Damit kann man auf dem BlackBerry Musik hören, aber das konnte man ja schon lange. Neu ist, die Musikdaten werden nicht mehr auf der Medienkarte im BlackBerry gespeichert, sondern in der Cloud, also irgendwo in den Weiten des Internets. Die Ankündigung von BBM Music ist überladen mit Schlagwörtern und kann möglicherweise nur von Leuten verstanden werden, die IN sind:

BBM Music ist ein einfach zu nutzender cloud-basierter Dienst, der soziale und virale Musikdownloads erlaubt, indem Nutzer eine sich mit der Zeit vergrößernde, Community-basierte Musikbibliothek erstellen und diese dann mit ihren BBM Freunden teilen. Die Bibliothek wächst, je mehr Nutzer mitmachen und aus einem Katalog mit Millionen von Songeinträgen wählen, mit Musik der führenden Musikfirmen Universal Music Group, Sony Music Entertainment, Warner Music Group and EMI.

Alles klar? Irgendwie kann man da wohl Musik hören, und bei den letztgenannten klingelt einfach die Kasse. 50 Lieder bekommt man, von denen man 25 pro Monat auswechseln kann. Und was kostet der Spaß?

Ab heute gibt es eine geschlossene Beta von BBM Music in Kanada, den USA und Großbritannien. Wir erwarten den Dienst später dieses Jahr kommerziell anbieten zu können für eine monatliche Gebühr von $US 4,99 in den Ländern Australien, Kanada, Kolumbien, Frankreich, Deutschland, Indonesien, Italien, Malaysia, Mexiko, den Niederlanden, Saudi Arabien, Singapur, Spanien, Thailand, Türkei, UAE, Großbritannien und den USA.

Kein schlechter Preis, wenn man Chartmusik mag. Ich persönlich nutze meine Zeit unterwegs sinnvoll, indem ich Lernpodcasts zum Sprachenlernen mitnehme. Dazu habe ich noch etwa 30 Lieder auf meinem BlackBerry, die man ewige Klassiker nennen könnte. Ich würde mich wirklich mal über eine detaillierte Statistik freuen, an der man sieht, was die Leute wie oft und wie lange mit ihrem BlackBerry machen. Dann wird man auch sehen, ob der BlackBerry wirklich ein Produkt wie BBM Music braucht.

Auch wenn ich persönlich wenig mit BBM Music anfangen kann so wie es beschrieben wird, RIM kümmert sich um die Verbreiterung seines Marktanteils. Das ist gut. Und wem es gefällt, für den ist es ein interessantes Angebot. Ich hoffe nur, dass RIM nicht zur Allerweltsmarke verkommt. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wann BBM Music für alle Konsumenten verfügbar ist. Und wenn es da ist, wird BlackBerryInsight es auf Herz und Nieren testen.

Mehr Infos gibt es auf www.blackberry.com/bbmmusic.


4 Kommentare to “Braucht der BlackBerry wirklich BBM Music?”

  1. T.M. sagt:

    Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass RIM tatsächlich irgendwie den Überblick und letztendlich nicht weniger als einen Teil seiner Identität verloren hat und nun zweifelsfrei der grossen Obstfirma hinterherhechelt, ohne allerdings noch so richtig zu wissen warum und wofür. Es war bisher ein Markenzeichen von RIM, vergleichsweise frei von solcher Idiotie zu sein und statt dessen auf Funktionsmerkmale zu konzentrieren, die tatsächlich nützlich sind. Aber offenbar sind diese Zeiten vorbei.

  2. Hendrik sagt:

    Richtig, RIM könnte eine durchschnittlich Obstfirma werden, aber es könnte auch die Kassen füllen und das Geld könnte genutzt werden gute BlackBerrys zu entwickeln. In 1 bis 2 Jahren sind wir schlauer.

  3. Rudy sagt:

    mich würden deine ewige Klassiker interessieren !!!

  4. Hendrik sagt:

    :P
    Verschiedene Lieder von den Chemical Brothers und von Massive Attack. Die komplette CD Tunnel Trance Force Vol. 19 und ein paar andere Sachen. Wird eigentlich nie langweilig trotz mehrfachen hörens.

    Podcasts zum lernen meistens Pimsleur Mandarin, Chinesepod und 黑米公主-podcast. Lernpodcasts machen mehr als 75% meiner Hörzeit aus.

    Und hin und wieder ein Podcasts über aktuelle (Technik-)News, die mir empfohlen werden, aber keine bestimmte Quelle. Zuletzt war da eine Rede von Steve Jobs.

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