Das iPad von Apple ist auf dem Markt und überall unter BlackBerryfans hört man eine Frage: Zieht RIM nach mit einem eigenen Tablet-Computer? Um das zu beantworten muss man einmal die typischen Kunden von RIM und Apple betrachten und sehen wo ein mögliches BlackBerryPad Platz finden kann.
Das iPad ist ganz klar auf Entertainment ausgerichtet. Man kann damit Musik hören, Videos betrachen und Spiele spielen. Gerade letztere dürften viel Spass machen auf dem iPad, da es ein Multitouchgerät ist und Apple weiterhin über die beste und genaueste Touch-Technologie verfügt, wie bisherige Test zeigen konnten. Ungewöhnlich schlecht dagegen ist die Tastatur des iPad, derren Platzierung auf dem Bildschirm ist ergonomisch ziemlich verfehlt. Schreiben auf dem iPad ist kein Spass, wenn man längere Texte verfassen will. Doch gerade das hätte eine Stärke im Businessbereich sein können.
Und damit sieht man schon den Unterschied zwischen einem BlackBerrynutzer und einem Apple Fan. Apple bedient Spassnutzer, während sich RIM mit seinen BlackBerryprodukten auf Geschäftsleute und die arbeitende Gesellschaft konzentriert. Eine gut funktionierende Tastatur auf einem möglichen BlackBerryPad könnte ausschlaggebend sein für einen durchschlagenden Markterfolg im Businessbereich.
Weiterhin ist Apple sehr restriktiv im Umgang mit seinen Entwicklern. Es kommen nur diejenigen Produkte auf die iPads, iPods und iPhones, die Apple für akzeptabel hält. Einerseits stärkt das Apple, da sich der Konzern aus Cupertino so ein Monopol verschaffen kann, andererseits wollen gerade Geschäftskunden nicht auf Gedeih und Verderb von einer allmächtigen Firma beherscht werden. Nur zur Erinnerung: Apple kann bereits zugelassene und verkaufte Software im Nachhinein wieder von den Nutzergeräten löschen.
Allerding sollte sich RIM mehr einfallen lassen als eine bessere Onscreentastatur. In dem kommenden Monaten werden wir wahrscheinlich sehen warum das iPad einen Platz bei Geschäftsleuten finden könnte und warum nicht. Wenn RIM entsprechende Schwachstellen aufspürt und sinnvoll verbessert, dann ist für RIM noch alles offen. Wichtig ist nur, dass man im Hauptquartier in Kanada jetzt handelt.
Zum Abschluss möchte ich auf ein vergangenes Duell zwischen RIM und Apple hinweisen. Damals war es das Apple iPhone gegen den BlackBerry Bold, welche beide etwa gleichzeitig auf dem Markt eingeführt wurden. Damals wurden Wetten abgeschlossen wer denn nun die Oberhand gewinnt. Und am Ende sah man, dass es einfach zwei verschiedene Geräte für zwei verschiedene Zielgruppen waren. Das könnte sich im Tabletbereich so wiederholen. Hier nochmals unsere drei wesentlichen Artikel zu jenem Duell in chronologischer Reihenfolge:
- Bold gegen iPhone
- Kann das iPhone den BlackBerry ersetzen?
- BlackBerry Bold und iPhone sind zwei verschiedene Geräte
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