Google nähert sich RIM über den BlackBerry Enterprise Server

Von Hendrik | Mai 20th, 2009 | Keine Kommentare »

Die BlackBerrymodelle aus dem Hause RIM (Research in Motion) haben den Smartphonemarkt wesentlich geformt. Neuerungen auf BlackBerrys sorgen für Bewegung auf dem modernen Smartphonemarkt und die unglaubliche Erfolgsgeschichte von RIM ist heute fast schon legendär. Auch Google ist eine Firma, die von sich Reden macht und jeder kennt sie. Jetzt will Google neue Software auf den Markt bringen, die die Firmeneigenen Dienste mit dem BlackBerry verknüpfen will, insbesondere wirft man ein Auge auf Email, Kontakte und Kalender. Wir hatten bereits über Gmail push berichtet, aber hier lässt sich eine langfristige Strategie erkennen, dass Google die BlackBerrygeräte als ideales Darstellungsmedium für seine digitalen Dienste ansieht. Offenbar will Google sich näher an Geschäftskunden positionieren, denn die neuen Google Produkte sind auch speziell auf den BES (BlackBerry Enterprise Server) abgestimmt.

Google will dabei auch eine umfassende Synchronisierung der Daten sicherstellen, ein wesentlicher Grund warum Google sich oftmals noch nicht durchsetzen konnte. Eine automatische Synchronisierung nimmt dem Endnutzer viel manuelle Arbeit ab und das Produkt wird auf einam wesentlich interesannter für einen Produktiven Einsatz. Ganz egal, ob der Nutzer nun in einem Browser seinen Google Kalender aufruft, oder auf dem BlackBerry die Kalenderanwendung, er sieht in beiden Fällen exakt das gleiche.

Im Monet ist der Google Connector, der für eine reibungslose Verbindung sorgen soll in seiner Beta Phase, ausgewählte Firmen und Universitäten testen die Software. Dabei gibt es auch zwei Versionen der Software. Eine Premium Version und eine Education Edition. Noch in diesem Sommer soll die Software für großflächige Tests zur Verfügung stehen, bis jetzt ist der Juli als Zieldatum im Gespräch. Damit greift Google weiter in das Mobilkundengeschäft ein. Das entspricht der allgemeinen Erwartung, dass der Mobilmarkt, der bereits in den letzten Jahren unaufhaltsam gewachsen ist, noch weiter wachsen wird. Damit ist Googles Griff zu den BlackBerry Enterprise Servern und BlackBerrygeräten bereits der zweite Ausflug in die Mobilwelt durch die Datenkrake. Mit Android hat Google vor kurzem bereits sein eigenes Mobilgerätebetriebssystem auf Linuxbasis geschaffen. Ob und wann in Richtung iPhone kommt ist nicht bekannt, klar ist jedoch, dass Googles Annäherung an RIM den kanadischen Smartphonehersteller nachhaltig stärken dürfte.

Daneben will auch RIM seinen Enterprise Server für Entwickler weiter öffnen, um so für mehr Konkurenzfähigkeit der Plattform zu sorgen. Ein guter Schritt in Zeiten der Krise und auf jeden Fall zum Vorteil der Endkunden. Wir sind gespannt wohin die Partnerschaft Google und RIM gehen wird.


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